DSWV – der deutsche Sportwettenverband

Der DSWV ist der deutsche Sportwettenverband, er ist für die Regulierung für Sportwetten und für faires Spiel zuständig. Unter seinem Dach sind verschiedene Sportwettenanbieter zusammengeschlossen, die auf dem deutschen Markt aktiv sind. Wetten Sie bei einem Anbieter, der zum DSWV gehört, können Sie auf Fairness und Sicherheit vertrauen. Der Verband, der seinen Sitz in Berlin hat, beschäftigt sich mit aktuellen Themen rund um die Sportwetten. Der DSWV stellt klare und rechtssichere Regeln für Wettanbieter und für Verbraucher auf; der Spielerschutz und die Wahrung der Integrität des sportlichen Wettbewerbs haben einen hohen Stellenwert.

Das Team des DSWV

Das Team des DSWV setzt sich aus Präsidium und Management zusammen. Präsident ist Mathias Dahms, er wird von den Vizepräsidenten Dr. Dirk Quermann und Dr. Hans Wolfram Kessler vertreten. Das Präsidium hat mit Zeno Ossko und Ronny Kießling noch zwei weitere Mitglieder. Im Management des DSWV sind der Hauptgeschäftsführer Luka Andric, der Senior Policy Advisor Sebastian Frevel und der Policy Advisor Boris Barth tätig.

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Mitglieder im DSWV

Im DSWV sind deutsche und europäische Sportwettenanbieter vereint, alle Mitgliedsunternehmen sind im Besitz einer Lizenz für Sportwetten. Das kann eine Lizenz der MGA, der maltesischen Aufsichtsbehörde für Glücksspiele und Lotteriebetrieb, sein, aber auch eine Lizenz von Gibraltar oder von der britischen Gambling Commission. Verschiedene Mitglieder des DSWV verfügen auch über eine Lizenz des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Wetten Sie bei einem der Mitglieder des DSWV, können Sie auf Sicherheit und Seriosität vertrauen, denn für solche Lizenzen werden strenge Auflagen an die Wettanbieter gestellt. Die Erteilung derartiger Lizenzen bedarf aufwendiger Prüfungen und nimmt einige Zeit in Anspruch. Einige Mitglieder des DSWV befinden sich in der letzten Runde des Sportwetten-Konzessionsverfahrens, das bundesweit läuft und durch das Bundesland Hessen erfolgt. Mit diesem Verfahren werden alle DSWV-Mitglieder einer umfangreichen Zuverlässigkeitsprüfung durch die Behörden unterzogen, sie müssen alle staatlich geforderten Standards bezüglich der wirtschaftlichen Zuverlässigkeit, des sicheren Zahlungsverkehrs und der IT-Systeme erfüllen. Weiterhin müssen die Mitglieder allen staatlichen Anforderungen an Verbraucherschutz und Spielsuchtprävention gerecht werden. Alle Mitglieder des DSWV zahlen in Deutschland Steuern, sie sind zur Abführung der Wettsteuer an das Finanzamt verpflichtet und haben dafür einen Vertrag unterzeichnet. Diese Wettsteuer gilt seit dem 1. Juli 2012 und wird in Höhe von fünf Prozent auf Sportwetten erhoben. Die meisten Mitglieder des DSWV sind Sponsoren von Profisport-Vereinen. Gegenwärtig sind
* Admiral Sportwetten GmbH mit Sitz in Deutschland
* Betfair Limitet mit Sitz in Großbritannien
* btty RULEO Alpenland GmbH mit Sitz in Österreich
* Cashpoint Limited mit Sitz auf Malta
* Deutsche Sportwetten GmbH
* Bet365 als Marke der Hillside Limited mit Sitz in Großbritannien
* Ladbrokes International GmbH mit Sitz in Gibraltar
* Mybet Holding S. E. mit Sitz in Deutschland
* Stanleybet Deutschland GmbH
* Tipico Co. Limited mit Sitz auf Malta
* Wettmeister Sportwetten GmbH mit Sitz in Deutschland
* Happy Bet als Marke von World of Sportsbetting mit Sitz auf Malta
Mitglieder des DSWV.

Regulierung – ein wichtiges Ziel des DSWV

In den letzten Jahren war die Regulierung von Sportwetten in Deutschland durch den Versuch gekennzeichnet, das staatliche Monopol vor dem Wettbewerb durch private Anbieter abzuschirmen. Dabei wurde versucht, das Monopol durch Internetverbot, Kriminalisierung von Anbietern und Nutzern sowie durch Netzsperren zu durchsetzen, was zu starken Umsatzeinbrüchen des Staatsmonopols führte. Der Marktanteil wurde auf weniger als fünf Prozent reduziert. Die Berufsfreiheit, die laut Grundgesetz gilt, sowie die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit standen der restriktiven Politik der Bundesländer gegenüber. Das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof machten deshalb in den Jahren 2006 und 2010 den Weg für die Öffnung des Sportwettenmarkts für private Anbieter frei. Die deutsche Sportwettenregulierung bestand gemäß Auffassung der Richter in Luxemburg den sogenannten Scheinheiligkeitstest nicht. Staatliche Anbieter werben genauso wie private Anbieter und dienen nur zum Schein gesetzlichen Zielen, daher ist nach Meinung der Luxemburger Richter das im Glücksspielstaatsvertrag festgelegte Monopol unionsrechtswidrig. Die Bundesländer beschlossen im Jahre 2012 nach zwei Jahren kontroverser politischer Diskussion die Öffnung des Marktes für Sportwetten auch für private Anbieter. Es handelt sich dabei jedoch um einen umstrittenen politischen Kompromiss, der Regelungen beinhaltet, nach denen Spieler, Verbraucher und der Sport mit Rechtsunsicherheit konfrontiert werden. Die Europäische Kommission übermittelte den Bundesländern diese Kritik in einer „Ausführlichen Stellungnahme“. Der aktuelle Staatsvertrag beinhaltet keine dauerhafte Abkehr vom Monopol, sondern nur Sportwettenlizenzen, die befristet auf wenige Jahre gewährt werden können. Diese Lizenzen heben das Monopol nur zeitweise auf, unternehmerische Planungssicherheit für die privaten Anbieter ist damit kaum möglich. Auch der deutsche Profi- und Breitensport übte Kritik an der Sportwettenpolitik, denn aufgrund entgangener Sponsoring- und Werbeverträge entgehen den Ligen jährlich Beträge in zweistelliger Millionenhöhe. Gegenüber anderen europäischen Ligen ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil. Kritik am Glücksspieländerungsstaatsvertrag kam auch von der Monopolkommission als wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung, da der Glücksspieländerungsstaatsvertrag nur geringen Raum für den Wettbewerb bietet und streng reglementiert sowie staatlich dominiert ist. Eine grundsätzliche Überarbeitung der Regulierung wurde erforderlich. Die aktuelle Sportwettenregulierung wies deutliche Schwächen auf, auch vier Jahre nach den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs waren noch immer keine rechtsgültigen Sportwettenlizenzen erteilt. Der DSWV setzte sich deshalb das Ziel, auf einen modernen und wettbewerbsorientierten Sportwettenmarkt einzuwirken. Er ist künftig Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Sportwetten.

Fair Play – ein Hauptanliegen des DSWV

Ein wichtiges Ziel der Sportwettenindustrie ist die Wahrung der Integrität des sportlichen Wettbewerbs, der DSWV setzt sich daher zusammen mit dem Sport gegen jegliche Art von Spielmanipulation ein. Im Kampf gegen das Match fixing verfolgen Wettindustrie und Sport ein gemeinsames Ziel, denn nicht nur der Sport,
sondern auch die Wettanbieter sind von der Spielmanipulation betroffen. Geglückte Manipulationen ziehen für die Wettanbieter wirtschaftliche Schäden nach sich, denn betrügerisch erlangte Wettgewinne müssen sie auszahlen. Die Wettanbieter müssen das wirtschaftliche Eigeninteresse sicherstellen und dafür sorgen, dass Sportereignisse nicht durch Fremdeingriffe manipuliert werden. Das Geschäftsmodell der Wettanbieter lebt auf Dauer vom Vertrauen in die Integrität des Sports. Die Sportwettenanbieter haben bereits viel getan, um den Sport und sich selbst vor Manipulationen zu schützen. Sie beobachten die Preisentwicklungen der Märkte und informieren die zuständigen Behörden und Sportvereine bei verdächtigen Ereignissen und ungewöhnlichen Quotenbewegungen. Mit anbieterübergreifenden Frühwarnsystemen werden die Preis- und Quotenentwicklungen der Buchmacher verfolgt und analysiert. Mehrere Fälle sind bekannt, in denen Manipulationen mit Hilfe der Wettanbieter frühzeitig unterbunden oder aufgeklärt werden konnten. Der Glücksspielstaatsvertrag verfolgt in Deutschland das Ziel, verschiedene Wettarten und Wettkategorien zu verbieten und nur restriktiv definierte Wetten zuzulassen. Zu befürchten ist jedoch, dass der Schwarzmarkt mit dieser Maßnahme attraktiver wird und dass der Markt an Transparenz verliert. Nur dann, wenn ein lizenzierter Rahmen besteht, haben Sport, Aufsichtbehörden und Industrie den vollen Überblick über das Marktgeschehen. In anderen Ländern der EU haben sich Informationskampagnen, Präventionskampagnen und flächendeckendes Monitoring bereits bewährt, es erfolgt ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen Sport, Behörden und Wettanbietern. Die Wettindustrie wird in Deutschland zur Verhinderung der Spielsuchtprävention beitragen.

Die Wettsteuer – ein wichtiges Thema

Die Wettsteuer, die seit dem 1. Juli 2012 in Deutschland in Höhe von fünf Prozent auf Sportwetten erhoben wird, sorgt bei vielen Wettfreunden für Unsicherheit. Laut Gesetz sind die Wettfreunde verpflichtet, die Steuer zu zahlen, doch zur Reduzierung des bürokratischen Aufwands mussten die Wettanbieter einen Vertrag unterschreiben und sich verpflichten, die Wettsteuer direkt an das Finanzamt abzuführen. Die Wettanbieter können jedoch selbst entscheiden, ob sie die Steuer an die Wettfreunde weitergeben wollen. Nicht alle Wettanbieter sind dazu in der Lage, die Steuer in voller Höhe zu bezahlen, sie sind daher dazu gezwungen, die Steuer an ihre Kunden weiterzugeben. Dabei können sie die Steuer auf den Wetteinsatz erheben, doch können Sie die Steuer auch vom Gewinn abziehen; in diesem Fall müssen Wettfreunde, die verlieren, keine Wettsteuer bezahlen. Die Wettsteuer gilt allerdings nicht nur für die Online-Anbieter von Sportwetten, sondern auch die Wettbüros sind davon betroffen. Hagen erhebt als erste Kommune in Westfalen eine Wettbürosteuer, weitere Städte wollen nachziehen. Die Einführung der Wettbürosteuer wird von Prof. Dr. Dieter Birk, Direktor des Instituts für Steuerrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, als verfassungswidrig kritisiert. Verfassungswidrig ist nach Dr. Birk auch die Unterscheidung in steuerpflichtige Wettbüros und steuerbefreiten Wettannahmestellen. Ohne triftigen Grund sieht der Gesetzgeber unterschiedliche Belastungsfolgen vor. Dr. Birk rät den Kommunen von der Erhebung der Wettbürosteuer ab. Der DSWV verfolgt dieses Thema und wird sich dafür einsetzen, dass für Sport, Wettbüros und Wettfreunde alles fair verläuft.

Fairness und Sicherheit als wichtige Ziele des DSWV

Wichtige Ziele des DSWV sind Fairness und Sicherheit; der DSWV setzt sich dafür gemeinsam mit seinen Mitgliedern ein. Der DSWV vertritt die Interessen seiner Mitglieder für Fairness, Integrität und Bekämpfung von Manipulationen. Im Interesse seiner Mitglieder, aber auch der Wettfreunde setzt sich der DSWV für die konsequente Regulierung und für den Fall des staatlichen Monopols ein. Der DSWV verfolgt die Entwicklung in der Gesetzgebung sehr genau, er setzt sich für Transparenz und Wettbewerb auf dem Sportwettenmarkt ein.

Der DSWV – ein wichtiger Ansprechpartner für Wettanbieter und Wettfreunde

Der DSWV ist eine wichtige Anlaufstelle für Wettanbieter und Wettfreunde, er setzt sich konsequent für die Öffnung des Marktes für private Anbieter sowie für Fairness, Sicherheit und Wettbewerb ein. Die Mitglieder des DSWV verfügen über eine Lizenz einer anerkannten Behörde für Glücksspiele. Zusammen mit dem DSWV treten sie dafür ein, Manipulationen zu bekämpfen und das Gesetz attraktiver für private Wettanbieter zu machen. Der DSWV ist die Lobby für Sportwettenanbieter, die auf dem deutschen Markt aktiv sind.

DSWV – der deutsche Sportwettenverband was last modified: Januar 11th, 2017 by Birgit