Sind Wettschulden rechtlich einklagbar?

Jeder kennt das Sprichwort „Wettschulden sind Ehrenschulden“. Doch wie sieht es bei den Buchmachern eigentlich aus? Kann man Wettschulden eigentlich einklagen? Diese Frage stellt man sich natürlich nicht, wenn man mit Freunden eine private Wette abgeschlossen hat. Vielmehr geht es darum was passiert, wenn man Wettschulden durch Sportwetten hat. Natürlich sind wir dieser Fragestellung auf den Grund gegangen und haben versucht, einen genauen Einblick in die Rechtslage und das Verfahren zu erhalten. In unserem Artikel listen wir daher die wichtigsten Punkte auf, die man dazu kennen sollte.

Wie sieht die Rechtslage in Deutschland aus?

Die Schulden aus den Wetten unterliegen dem deutschen Recht. Das bedeutet, dass sie eine Schuldform darstellen und dementsprechend auch einklagbar und vollstreckbar sind. Es muss sich in dem Bereich allerdings um eine legale Wette handeln. Illegale Wetten können generell nicht eingeklagt werden und sind somit von der Rechtsnorm ausgeschlossen. Bei den legalen Wetten gibt es in Deutschland allerdings bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. Einzelne Einschränkungen gibt es dort daher allemal.

Doch was fällt eigentlich unter die legalen Wetten? Sind diese überall möglich? Unter die legalen Wetten fallen generell nur die Wetten, die bei einem Anbieter abgeschlossen werden, der über eine gültige Lizenz verfügt. Ist dies nicht der Fall, kann die Wette auch nicht als legal bezeichnet werden. Bei einem legalen Wettanbieter ist die Rechtslage daher eindeutig.

 

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Hat der Sportwetter eine legale Wette bei einem Buchmacher gewonnen, muss auch das Geld für den Gewinn ausgezahlt werden. Sollte dies nicht der Fall sein hat man die Möglichkeit diesen Gewinn einzuklagen. Wer dann auch noch einen Schuldtitel erworben hat hat sogar die Chance, die Wettschulden direkt einzuklagen. Schließlich können die Wettschulden nicht nur Privatpersonen haben, sondern auch Unternehmen, wie unter anderem die legalen Wettanbieter.

Generell wird es einfach teurer

Wie es bei Schulden eigentlich immer der Fall ist hat der Gläubiger einen Titel erworben und kann die Wettschuld somit eintreiben. Auch die zusätzlichen Kosten die auf einen zukommen, wie unter anderem Mahngebühren, Gerichtskosten oder Kosten für den Anwalt werden ebenfalls mit auf die Schulden gerechnet. Das bedeutet, dass die eigentliche Schuld deutlich höher ausfallen wird, als die Wettschulden in dem Bereich sind. Wer daher Wettschulden bei einem legalen Wettanbieter hat, sollte es nicht zu einem Rechtsstreit kommen lassen, wenn die Forderung somit unbestritten ist. Die Kosten, die weiterhin anfallen sind einfach zu hoch, sodass es sich mehr lohnt, die Wettschulden direkt zu bezahlen. Das ganze Verfahren macht es einfach deutlich teurer.

Bei allen anderen Wetten, ob nun privat oder aber auch bei einem lizensierten Wettanbieter sind nicht rechtlich einklagbar. Es sind also wirklich eher die Ehrenschulden, die dann auftauchen werden. Besonders bei den eher kleinen und privaten Wetten ist dies der Fall. Diese Wetten werden generell nur mit einem Handschlag besiegelt und werden daher generell aus spontanen Situationen heraus abgeschlossen. Diese Form von Schulden werden eher aus Ehrensache begleichen. Natürlich kann es aber auch dort zu Streitigkeiten oder aber auch Unstimmigkeiten kommen.

Man sollte sich generell im Vorfeld überlegen, welchen Wetteinsatz man tätigt und ob überhaupt eine Chance besteht, die Wette zu gewinnen.

 

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Doch was passiert, wenn der Buchmacher nicht auszahlt?

Es gibt verschiedene Formen von Wettschulden. Es kann nicht nur passieren, dass der Sportwetter selbst Schulden bei einem Buchmacher hat sondern auch umgekehrt. Es gibt schließlich auch dahingehend viele schwarze Schafe auf dem Markt, die die Gewinne einfach nicht auszahlen oder sogar direkt einbehalten. Doch wie verhält man sich dann als Sportwetter? Lässt man sich den erhaltenen Gewinn einfach entgehen?
Es kann natürlich verschiedene Gründe haben, weshalb ein Buchmacher nicht auszahlen möchte. Nicht immer steckt ein böser Hintergrund dahinter. Es gibt einige Punkte, die man als Sportwetter schließlich auch beachten sollte, damit es nicht zu einer Einbehaltung der eigenen Wettgewinne kommen wird. Folgende Punkte sind daher bei allen Buchmachern wichtig:

  1. Die Zahlungsmethoden: Viele Buchmacher legen mittlerweile fest, dass die Ein – und Auszahlungsmethode ein und dieselbe sein muss.
  2. Die Kontoverifizierung: Jeder Spieler, der eine Auszahlung auf einem Wettportal beantragt muss das eigene Spielerkonto verifizieren. Das bedeutet, dass man in Form von einer Ausweiskopie oder einem anderen Nachweis die persönlichen Daten nochmals bestätigen muss.
  3. Offener Bonus: Es kann hin und wieder vorkommen, dass der genutzte Bonus weiterhin offen ist und somit nicht richtig umgesetzt wurde. In den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Buchmacher werden solche Punkte ebenfalls festgehalten.
  4. Der Manipulationsverdacht: Manipulationen in den Sportwetten sind eigentlich genau das, was verhindert werden soll. Sollte ein Buchmacher merken, dass ein Sportwetter versucht zu manipulieren, werden die Gewinne einbehalten und gleichzeitig auch das Wettkonto dort geschlossen.
  5. Das Auszahlungslimit: Bei den meisten Buchmachern ist ein Auszahlungslimit gegeben. Sobald dies überschritten ist, werden keine weiteren Auszahlungen mehr genehmigt. Darauf sollten Sportwetter ebenfalls achten.
  6. Der unseriöse Buchmacher: Natürlich kann es auch vorkommen, dass der Sportwetter an einen unseriösen Buchmacher gerät. Oftmals können die Spieler nicht einmal was dafür. Eine Auszahlung ist dann allerdings aussichtslos. Daher informieren Sie sich hier über die seriösen Wettanbieter und beherzigen die 10 Tipps.

Wie gehe ich vor, wenn nicht ausgezahlt wird?

Wichtig ist, dass man sich direkt mit dem Buchmacher auseinander setzt und auch nachfragt, wieso die Auszahlung nicht funktioniert. Der Buchmacher selbst kann schließlich genau Stellung nehmen, welchen Fehler der Sportwetter gemacht hat, sodass es nicht zu einer Auszahlung kommt. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei allerdings um Kleinigkeiten, die schnell bewältigt werden können, damit auch die Gewinne der Spieler ausgezahlt werden.

Wettschulden zu haben ist nie schön. Man sollte daher gezielt darauf achten, solche Probleme zu vermeiden, damit es nicht zu Ärger kommt.

 
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Sind Wettschulden rechtlich einklagbar? was last modified: Februar 6th, 2017 by Birgit