Sportwetten als Beruf: So wirst Du zum professionellen Wett-Profi

Wenn Du Dich bereits ausgiebig mit Sportwetten beschäftigt hast und regelmäßig Gewinne einfährst, wirst Du Dir irgendwann die Frage stellen, wieso Du noch einer regulären Arbeit nachgehen solltest und nicht Sportwetten als Beruf betreibst. Deine Spielgewinne liegen weit über Deinem monatlichen Einnahmen Deines Jobs und Dein Hobby macht Dir so viel Spaß, dass Du hier jede freie Minute reinsteckst. Wieso also nicht Sportwetten zum Beruf machen und künftig ausschließlich von Wetten leben? Sollte dies auf Dich zutreffen, dann ist der folgende Ratgeber genau das Richtige für Dich.

Wir stellen Dir die wichtigsten Voraussetzungen vor, die Du erfüllen solltest, um Sportwetten zum Beruf zu machen. Außerdem erklären wir Dir die rechtlichen Aspekte, die Du als professioneller Wett-Profi beachten musst. Zu guter Letzt gehen wir noch auf die Punkte ein, die Du bei der Firmengründung beachten musst, wenn Du Sportwetten zu Deinem Beruf machst. Mithilfe unseres Ratgebers hast Du alle wichtigen Infos zu Hand, um mit einer professionellen Sportwetten-Karriere durchzustarten.

Sportwetten als Beruf kann man nicht mit klassischen Berufen vergleichen

Der wichtigste Punkt, über den Du Dir bei Sportwetten als Beruf im Vorfeld klar sein solltest ist, dass man professionelles Sportwetten nicht mit einem normalen Job vergleichen kann. Dein Arbeitstag endet nicht um 17:00 Uhr, sondern umfasst in der Regel den kompletten Tag je nach Sportart, auf die Du Dich spezialisiert hast. Wenn Dir aber Sportwetten Spaß machen, sollte dieser Punkt kein großes Problem darstellen: Du investierst sowieso jede freie Minuten Deiner Freizeit in Wetten.

Der größte Unterschied zu klassischen Berufen ist aber folgender: Wenn Du Dich als Fliesenleger selbstständig machst, dann wirst Du für jede Stunde Arbeit bezahlt. Das gilt zumindest solange, wie Du Deine Arbeit ordentlich machst und die Fliesen anständig verlegst. Wenn Du Sportwetten zu Deinem Beruf machst, dann besteht die Möglichkeit, dass Du trotz ausgiebiger und stundenlanger Recherche mit Deiner Wette daneben liegst und keinen Gewinn einfährst. Du hast stundenlang Zeit investiert und dafür absolut keinen Umsatz gemacht. Das heißt, als Sportwetten-Profi brauchst Du wirklich extrem starke Nerven. Anders ist es nicht möglich mit Verlusten sinnvoll umzugehen und sich nicht von diesen zu unüberlegten Handlungen treiben zu lassen. Dazu später mehr. Wenn Dich diese beiden Punkte jetzt nicht abschrecken, dann bist Du gut beraten, Dir auch die folgenden Hinweise aufmerksam durchzulesen

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Profi zu werden?

Die wichtigste Voraussetzung versteht sich eigentlich von selbst: Du hast das Sportwetten-Segment bereits komplett verstanden, kennst Dich mit unterschiedlichsten Wettstrategien aus und hast Dich bereits auf eine spezielle Sportart spezialisiert. Dort kennst Du Dich in der Liga, in der Du wettest extrem gut aus, im Idealfall kommst Du hier auch an Insiderinfos. Fachbegriffe wie die Kelly-Strategie sind Dir keine Unbekannte? Wenn Du auf Deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben schaust, sollte das Verhältnis von gewonnenen zu verlorenen Wetten bei mindestens 70% (gewonnen) zu 30 % (verloren) liegen.

Sportwetten als Beruf

Guter Anfang: Sportwetten als Beruf setzen voraus, dass Du regelm. gewinnst

Gewinn-Verlust-Ratio: Deutliches Einnahmenplus erste wichtige Voraussetzung!

Zweiter wichtige Voraussetzung für Sportwetten als Beruf ist, dass Du regelmäßig ordentliche Gewinne einfährst. Vergleiche dazu die Statistik der letzten sechs Monate. Im Idealfall überwiegen hier immer Deine Gewinnwerte die Verlustwerte. Es ist niemanden damit geholfen, wenn dein Verhältnis von gewonnen zu verlorenen Wetten zwar passt, Du aber aufgrund der Einsätze trotzdem mehr Verlust als Gewinn einfährst! Wenn dem nicht so ist, wäre das jetzt schon mal ein gutes Zeichen dafür, dass Du Deine Hausaufgaben im Bereich Sportwetten erledigt hast und mit Deinem Wissen sinnvolle Wetten platzieren kannst, die dann auch zutreffen.

Du benötigst extrem starke Nerven!

Unserer Meinung nach ist einer der wichtigsten Aspekte, wenn man sich mit einem Glücksspiel wie Sportwetten beruflich selbstständig macht, dass man dafür das passende Nervenkostüm besitzt. Darunter versteht man, dass einen kein Verlust aus der Ruhe bringen kann. Nehmen wir mal das Beispiel eines XXL-Verlustes. In diesem Fall musst Du in der Lage sein, den Verlust einfach als verlorene Wette abbuchen zu können und Dich nicht weiter darüber zu ärgern. Deine Konzentration gilt jetzt zukünftigen Wetten und deren Statistikauswertung.

Sportwetten als Beruf setzen gute Nerven voraus (Quelle: HB Werbung YouTube)

Fatale Fehler, wie der, dass man sich von einem Verlust dazu antreiben lässt, eine extrem risikoreiche Wette mit hohem Einsatz zu spielen, weil die Hoffnung besteht, so den Verlust wieder einzuspielen, dürfen Dir nicht passieren!

Du musst für sechs Monate Rücklagen schaffen!

Zu guter Letzt ist es wichtig, dass Du bevor Du Dich mit Sportwetten als Beruf selbstständig machst, gewisse Rücklagen geschaffen hast. Wir empfehlen Dir, dass Du berechnest, welche monatlichen Fixkosten bei Dir anfallen. Dazu gehört die Miete, Essen und Kosten für Dein Fahrzeug sowie laufende Kosten für Strom oder Internet. Diese Kosten rechnest Du zu Deinen monatlichen Kosten zusammen und diesen Wert multiplizierst Du mit dem Faktor Sechs. Das sind die Kosten, die in einem halben Jahr anfallen. Diese Rücklage solltest Du geschaffen haben, bevor Du Dich selbstständig machst. Das hat den Vorteil, dass wenn Du wirklich mal ausschließlich nur verlierst und Deine Verluste über Deinen Gewinnen liegen, Du in dem Monat auf Deine Rücklagen zurückgreifen kannst.

Außerdem musst Du bedenken, dass es passieren kann, dass Du mal für mehrere Wochen ausfällst. Grund dafür wäre zum Beispiel ein Autounfall, der Dich längere Zeit ans Krankenbett fesselt. Auch für einen solchen Ausfall macht es Sinn, eine Rücklage geschaffen zu haben. Anderenfalls meldet sich Dein Unterbewusstsein und Du wirst anfangen, Dir extrem viele Sorgen zu machen, weil Du nicht weißt, wie Du diesen Monat Deine monatlichen Fixkosten decken sollst.

Zusammengefasst heißt das, dass Du folgende Voraussetzungen zwingend erfüllen musst:

  • Sportwetten-Wissen und Statistik-Auswertung wurden bereits perfektioniert
  • Du hast Dich auf eine spezielle Sportart spezialisiert, in der Du an Insiderinfos kommst
  • Du gewinnst regelmäßig mehr als du verlierst
  • Du hast die Rücklagen in Höhe von sechs-mal monatliche Fixkosten geschaffen

Wenn Du diese Punkte erfüllt hast, stellen wir Dir nun die rechtlichen Aspekte vor, die Du zwingend beachten musst.

Sportwetten als Beruf: Als Profi musst Du Firma gründen und Steuern bezahlen!

Der größte Unterschied zwischen einem Gelegenheitsspieler, der Sportwetten als Hobby betreibt, und einem professionellen Sportwetten-Profi, der Sportwetten als Beruf betreibt, ist folgender: Der Gelegenheitsspieler muss seine Spielgewinne nicht versteuern, denn diese sind in Deutschland steuerfrei. Wer aber Sportwetten zum Beruf macht und somit ausschließlich seinen Lebensunterhalt mit Wetten finanziert, muss seine Einnahmen als Gewinne versteuern. Das heißt, in diesem Fall muss eine Firma gegründet werden und Deine Wettgewinne als Einnahmen verbucht werden. Auf diese fällt am Ende des Jahres eine Steuer an.

Wenn Du dies nicht machst, handelt es sich um Steuerbetrug. Gewinnverluste kannst Du übrigens nicht als Ausgaben geltend machen. D.h., wer Glücksspiel zum Beruf macht, muss mit dem Glücksspiel so viel Geld verdienen, dass er problemlos darauf Steuern zahlen kann und am Ende noch genug zum Leben übrig bleibt. Während ein professioneller Pokerspieler zumindest Reisekosten geltend machen kann, wenn er zu Offlineturnieren fährt, hast Du als Sportwetten-Profi dazu keine Möglichkeit. Ein Wettbüro wird sich auch in unmittelbarer Umgebung finden, großartige Reisekosten wird man für den Besuch des Wettbüros nicht veranschlagen können.

Du musst Dich in diesem Fall also selbstständig machen und eine 1-Mann-Firma gründen, damit Du Deine Gewinne anständig versteuern kannst. Ein Kleingewerbe wird hier nicht ausreichen, da hier die jährlichen Einnahmen limitiert sind. Da Du aber monatlich einen gewissen Betrag erspielen musst, von dem Du leben kannst, Deine Steuern zahlst und für das Alter vorsorgst, wird das Kleingewerbe hier nicht ausreichen. Hier lässt sich nur schwer eine pauschale Empfehlung geben, welcher Firmentyp der passende für Dich und Deine Unternehmung ist. Daher unser Tipp: Lass Dich dem Fall von einem Steuerberater beraten. Du wirst diesen später sowieso benötigen, um Deine Steuererklärung machen zu können.

Tipp: Semi-professionelle Spieler haben nur Vorteile!

Wenn Du jetzt all diese Vorgaben aufmerksam durchgelesen hast, dann sollte jetzt klar sein, dass wenn Du Sportwetten zum Beruf machen willst, Du damit wirklich große Umsätze generieren musst. Gleichzeitig hast Du kaum Möglichkeiten, Ausgaben geltend zu machen, um Deine Steuerlast zu drücken. Das ist auch mit einer der Hauptgründe, wieso es so viele semi-professionelle Spieler gibt. Unter einem semi-professionellen Spieler versteht man, dass dieser einer regulären Arbeit nachgeht und das Wetten ausschließlich als Hobby betreibt.

Gleichzeitig gehört er aber zu den Wett-Profis, die mit ihren Wetten fast ausschließlich Gewinne generieren. Da semi-professionellen Spieler einer regulären Arbeit nachgehen, über die Steuern an den Staat abgetreten werden, sind die Spielgewinne von diesen steuerfrei. Der Staat sieht diese Spieler nicht als professionelle Spieler an, sondern als Gelegenheitsspieler. Daher solltest Du Dir, wenn Du Dir überlegst, Sportwetten zum Beruf zu machen, auch immer überlegen, ob es nicht Sinn macht, das Ganze semi-professionell zu betreiben.

Exkurs: Umfeld hat kein Verständnis für Glücksspiel als Beruf

An der Stelle noch ein kleiner Hinweis: Egal ob Du Poker zu Deinem Beruf machst oder Sportwetten zu Deinem Beruf auswählst, Du musst damit rechnen, dass Dein Freundes- und Familienkreis erst mal wenig begeistert reagiert. Bei den meisten hat Glücksspiel immer noch einen schlechten Ruf und sie machen sich Sorgen, dass Du binnen kürzester Zeit Haus und Hof verlierst! Daran änderst Du auch erst mal nichts, wenn Du regelmäßig gewinnst. Meist ändert sich die Einstellung im Freundeskreis und der Familie erst dann, wenn Du Dir mit Deinen Sportwettengewinnen eine große Anschaffung zulegst.

Das kann eine Eigentumswohnung oder ein teurer Sportwagen sein. Spätestens dann fangen die ersten an nachzudenken, ob Du mit Deiner Tätigkeit vielleicht doch erfolgreich bist. Bis es soweit ist, musst Du damit leben, dass wenn Du danach gefragt wirst, was Du beruflich machst und dann antwortest, dass Du Sportwetten-Profi bist, in der Regel auf Unverständnis stoßen wirst und Dich erst mal ausgiebig erklären darfst.

Fazit: Sportwetten als Beruf sollte immer sehr gut überlegt werden!

So, zusammengefasst heißt das also, wenn Du wirklich vorhast, Sportwetten als Beruf nachzugehen, Du eine ganze Reihe Vorgaben erfüllen musst. Wir empfehlen Dir, Dich ausgiebig von einem Steuerberater hinsichtlich der Firmengründung und Selbstständigkeit beraten zu lassen. Außerdem solltest Du bereits ausreichende Rücklagen geschaffen haben. Wenn Du die Vorgaben unseres Ratgebers befolgst, steht einer professionellen Sportwetten-Karriere nichts mehr im Wege.

Sportwetten als Beruf: So wirst Du zum professionellen Wett-Profi was last modified: Juli 27th, 2017 by Christian17