Neue Studien: Weniger Lotto, mehr Sportwetten

LottoImmer weniger Menschen in Deutschland spielen Lotto. Doch die illegalen Sportwetten unterliegen mittlerweile einem regelrechten Boom. Viele Spieler versuchen somit, auch mit Freunden, Bekannten oder in Tippgemeinschaften, die richtigen Sportwetten abzuschließen und ihr eigenes Glück dort zu versuchen. Doch gerade dieses Verhalten macht einigen Experten große Sorge.

Die Zahl der Teilnehmer, die an Glücksspielen teilnehmen sinkt auch heute noch in Deutschland enorm. Noch vor zehn Jahren haben mehr als 55 Prozent der Deutschen weiterhin an Glücksspielen teilgenommen. Statistiken behaupten sogar, dass pro Jahr jeder einmal an einer Form von Glücksspielen teilgenommen hat. 2015 hingegen haben Umfragen ergeben, dass es nur noch 36 Prozent waren. Diese ermittelten Werte stammen aus einer repräsentativen Erhebung der Bundeszentrale für die gesundheitliche Aufklärung. An der Umfrage nahmen rund 11 500 Befragte teil, die im Alter zwischen 16 und 70 Jahren waren.

Durch diese Studie konnte daher auch ein langanhaltender Rückgang bei der Teilnahme an dem Glücksspiel Lotto 6 aus 49 festgestellt werden. Ein Anstieg hingegen gab es bei dem Eurojackpot. Steigende Spielerzahlen konnten aber auch die Sofortlotterien feststellen. Unter diesen versteht man unter anderem die Rubbellose, die man in den Lottoannahmestellen kaufen kann. Viele der Spieler kaufen sogar so viele Lose, bis sie endlich einen Gewinn erzielen. Die Bundeszentrale weist aufgrund der Studien darauf hin, dass genau diese Personen auch schon einmal an einem Glücksspielautomaten gespielt haben.

Demnach warnte der zuständige Abteilungsleiter Peter Lang davor, dass genau diese Personen oftmals als problematisch einzustufen sind, da sie ein eher pathologisches Spielverhalten an den Tag legen. Dieses führt dementsprechend zu einer erhöhten Suchtgefahr.

Illegale Sportwetten spielen mittlerweile eine große Rolle

Illegale Sportwetten spielen mittlerweile eine deutlich wichtigere Rolle. Vor allem bei heranwachsenden Männern im Alter zwischen 18 und 20 Jahren kommt es immer häufiger vor, dass diese an illegalen Sportwetten teilnehmen. Hinzu kommt auch, dass zwischen den Jahren 2013 und 2015 ebenfalls deutlich mehr Sportwetten abgeschlossen wurden als in den Jahren zuvor. Insgesamt zeigen Studien, dass Männer grundsätzlich anfälliger für die Spielsucht sind. Frauen findet man generell eher weniger unter den Spielsüchtigen. Doch wie kommt das? Wieso spielen Männer deutlich mehr als Frauen? Diese Fragen stellte man sich gleichzeitig auch, als man sich mit der Thematik der illegalen Sportwetten befasst hat. Grundsätzlich kann man eigentlich sagen, dass Männer deutlich mehr Erfahrungen in den verschiedenen Sportarten haben und aufgrund dessen auch eine höhere Ambition, die einzelnen Sportwetten abschließe zu wollen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung zeigt sich ebenfalls, dass knapp 300 000 bis 675 000 Personen deutliche Probleme mit ihrem Spielverhalten haben und somit Spielsuchtgefährdet sind.

Sogar der Vorsitzende des Arbeitskreises für die allgemeine Suchtprävention erkannt, dass ein deutlich höherer Schutz bei Kindern vorhanden sein muss. Das bedeutet, dass selbst Jugendliche oftmals ein Problem damit haben, sich vor den Sportwetten und anderen Glücksspielen zu schützen.

 
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Um welche Größenordnung spricht man überhaupt beim Glücksspiel?

Eigentlich geht es generell um den weltweit wachsenden Markt – somit auch um viel Geld. Neben den klassischen Spielautomaten in den Casinos, geht es dahingehend auch um Sportwetten und Lotterien. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland rund 10,7 Milliarden Euro damit erwirtschaftet. Auf dem Glücksspielmarkt entfällt somit der größte Anteil auf Spielautomaten. Mitte 2015 gab es nach Angaben von Statistiken rund 316 000 Spielautomaten, davon waren 269 000 Geld Spielgeräte. Schätzungsweise 5 Millionen Menschen nutzen jedes Jahr die Glücksspielautomaten, um dort ihr eigenes Kapital zu verdoppeln.

Fraglich ist somit, ob der Staat auch mit verdient. Das ist in der Tat richtig. Einerseits versucht der Staat die Spielsucht einzudämmen und die illegalen Wettanbieter vom Markt zu treiben. Auf der anderen Seite hingegen erwirtschaftet der Staat somit erhebliche Umsätze und nimmt eine Menge Steuern ein. Man kann dahingehend sagen, dass der Staat auf der einen Seite Akteur ist und auf der anderen Seite Aufsichtsbehörde zugleich.

 

Spielsucht Graphik

 

Wie wird der Glücksspielvertrag eigentlich reguliert?

Im Jahr 2012 konnten die Länder das umstrittene Lottomonopol noch einmal retten. Dieses Monopol wurde damit begründet, dass nur so ein Verbraucher und Jugendschutz gesichert werden konnte. Dahingehend wurde auch der Glücksspielvertrag erstellt, der beinhaltet, dass lediglich 20 Sportwetten Anbieter eine Konzession erhalten haben. Mit diesem Vertrag sollte die Spielsucht ebenfalls eingedämmt werden, da auch dort die Dunkelziffern bislang höher denn je sind. Für die Sportwetten Anbieter selbst war dies eine eher schwierige Situation. Schließlich folgte fast zeitgleich die Einführung der Wettsteuer, die bei den einzelnen Buchmachern ebenfalls unterschiedlich geregelt sind.

Die Umsetzung dieses Glücksspielvertrages war dahingehend schwieriger und ist eigentlich auch gescheitert. In den meisten Fällen wurden somit einige Grauzonen dort entdeckt. Das bedeutet, dass sich der Schwarzmarkt in dem Bereich weiter entwickelt hat und bis zum heutigen Zeitpunk mehr als boomt. Ehrliche Anbieter müssen somit in die Röhre schauen. Internetspieler haben ebenfalls keine Möglichkeit mehr, die entsprechenden Angebote auf Seriosität zu prüfen.

Sind die Glücksspiele weiterhin auf dem Rückzug?

Einen deutlichen Rückzug zeigen zumindest die staatlichen Lotto und Totto Blocks. Trotz der millionenschweren Jackpot Möglichkeiten verlieren die Lotto Spiele immer mehr an Reiz. 37,7 Prozent der Befragten in einem Alter zwischen 16 und 70 Jahren haben an, dass sie im vergangenen Jahr somit an Glücksspielen teilgenommen haben. Diese Zahl lag einige Jahre zuvor noch bei knapp 55 Prozent.

Sogar das allgemeine Interesse an Lotto 6 aus 49 hat bisher weiterhin einen Rückgang erleben müssen. Nicht einmal jeder vierte Bürger hat im letzten Jahr Lotto gespielt. Das Angebot an Sportwetten und Glücksspielen ist dementsprechend deutlich höher. Auch die Entwicklung in den nächsten Jahren wird somit deutlich zurückgehen, sodass wahrscheinlich noch weniger Menschen Lotto spielen werden. Wie die Entwicklung dahingehend weitergehen wird, wird man sehen.

 
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Ist das Regulierungsziel somit erfüllt?

Aus Sicht der Lottogesellschaften ist das Regulierungsziel somit erreicht. Viele Experten sehen das dies aber anders und sind der Meinung das der Glücksspielvertrag mehr als gescheitert ist. Auch die EU Kommission könnte sich schon bald einschalten. Gleichzeitig ist aber deutlich zu erkennen, dass die Online Casinos und Online Wetten weiterhin einen erheblichen Wachstum erleben. Alleine im Internet gibt es immer mehr Buchmacher, die dort ihre Dienste anbieten und somit mehrere Millionen Spieler anlocken. Der Schwarzmarkt lockt somit immer mehr Spieler.

Neue Studien: Weniger Lotto, mehr Sportwetten was last modified: Juni 8th, 2018 by Birgit